CDU-Ortsunion Roxel
#WIRINMÜNSTER

Nachfragen zum Schreiben des Landesbetriebs zum Lärmschutz an der BAB 1

Nicht zufrieden zeigte sich die CDU Roxel mit den Antworten des Landesbetriebs Straßen NRW, die ihr zum Jahresende zugegangen waren. Die CDU hatte über ihre Bezirksvertreterin Angela Stähler in der BV-Sitzung am 21.9.2006 einen umfangreichen Fragenkatalog zum Lärmschutz an der BAB 1 an den Landesbetrieb übergeben.
So stellte jetzt die Ortsunion einige Nachfragen, um die Aussagen zum Lärmschutz zu konkretisieren. Kritisiert wird unter anderem die „zu großzügige Abholzung der Bäume entlang der Autobahn“, die zur Lärmerhöhung beigetragen habe. „Hier erwartet die CDU Roxel eine sofortige Aufforstung“, so CDU-Vorsitzender Christoph Brands.

Unklar sei auch noch das Zusammenwirken der verschiedenen Lärmquellen. So sei bislang nicht dargelegt worden, wie sich der sechsstreifige Ausbau, der neue Überwurf am Südkreuz und der geplante Neubau der LKW-Parkplätze an den Raststätten auf Roxel auswirken würde. „Da die CDU von einer Potenzierung des Lärms ausgeht, fordern wir u.a. die Verlängerung der Lärmschutzwand von der Raststätte bis zum Autobahnkreuz Münster-Süd und eine Beseitigung von Lärmreflexionen“.

Die CDU habe einen weiteren Widerspruch entdeckt. So argumentiere das Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Münster, dass ein „wirksamer Lärmschutz erst ab 3 db(A) Lärmminderung gegeben ist“ und lehnt daher ein Tempolimit für PKW auf 100 ab. Dies würde nur 1-2 db(A) bringen. „Der bereits aufgebracht „Flüsterasphalt“ bringt aber nach Angaben des Landesbetriebs auch nur 2bd(A) Lärmminderung. Wir wollen daher wissen, ob beide Maßnahmen gemeinsam erst den gewünschten Effekt für die Anwohner bringen“, so Brands. „Wir wollen zudem wissen, wie sich die Lärmemissionen nach Freigabe der Geschwindigkeiten bei Fertigstellung des sechsstreifigen Ausbaus im Sommer 2007 entwickeln“. Dann sei „Richtgeschwindigkeit 130“ für PKWs vorgesehen. Zudem müsse das Tempolimit „80“ für LKWs in dem sensiblen Bereich zwischen den Kreuzen Münster-Nord und Süd regelmäßig überwacht werden.