Die CDU Roxel ist nach eigenen Angaben nicht zufrieden mit den Antworten, die sie vom Landesbetrieb Straßen NRW zum Lärmschutz an der Autobahn A 1 erhalten hat. In der BV-Sitzung am 21. September 2006 hatte Bezirksvertreterin Angela Stähler einen umfangreichen Fragenkatalog an den stellvertretenden Leiter des Landesbetriebs, Manfred Ransmann, übergeben.
„Die Antworten des Landesbetriebs sind deswegen nicht zufrieden stellend, da sie keine neuen Erkenntnisse ergeben, wie die Lärmbelästigungen durch die BAB 1 gesenkt werden können“, zeigte sich Stähler betrübt. Zumal der Landesbetrieb einräumte, dass die Verkehrsbelastung seit 1985 um 28.000 Fahrzeuge (plus 56 Prozent) pro Tag zugenommen habe.
Es werde bei vielen Fragen auf die gesetzlichen Bestimmungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzt verwiesen. So sei nicht mit einer zusätzlichen Lärmschutzwand an der Westseite südlich der Raststätte zu rechnen, da „der finanzielle Aufwand nicht zu vertreten ist“. Durch die vorhandenen aktiven Lärmschutzmaßnahmen sei gewährleistet, dass die berechneten Immissionswerte auf Dauer einzuhalten seien. Auf der Ostseite würde bis zum Frühjahr 2007 ein 7,50 Meter hoher Wall entstehen, der zusätzlichen Schutz bieten solle.
Alle Eigentümer seien inzwischen angeschrieben worden, die Anspruch auf passiven Lärmschutz hätten. Allein auf Initiative der CDU Roxel hätte es 58 Einwendungen Betroffener gegeben. Der Landesbetrieb rechne aufgrund der Fülle der Eingaben mit einer längeren Bearbeitungszeit. „Dennoch“, so CDU-Vorsitzender Christoph Brands, „ist Geduld der Anwohnerinnen und Anwohner erschöpft, denn bereits in wenigen Monaten soll der Endausbau fertig sein. Und dann ist nicht mehr Tempo 100 sondern Tempo 130 für den Nichtschwerlastverkehr vorgesehen. Wir werden daher in der BV West einen Antrag einbringen, der eine genaue Prüfung vorsieht, was eine Reduzierung auf Tempo 100 bringen würde. Denn jedes Dezibel weniger ist eine Wohltat für die schon jetzt stark belasteten Anwohner entlang der Autobahn“.