Angesichts der andauernden Diskussion um wirksame Lärmschutzmaßnahmen entlang der BAB 1 – vor allem im Bereich des Ortsteils Roxel – hat sich die CDU Roxel in einer hoch eiligen Angelegenheit an den Landesbetrieb Straßen NRW gewendet.
Bei einem Treffen mit Vertretern der Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ mussten Ratsfrau Sybille Benning, CDU-Vorsitzender Christoph Brands und sein Stellvertreter Uli Pinke feststellen, dass nach den überarbeiteten lärmtechnischen Unterlagen im Bereich zwischen den Autobahnkreuzen Münster-Nord und Münster-Süd kein lärmmindernder Asphalt (Splitmastixasphalt / „Flüsterasphalt“) vorgesehen sei, sondern lediglich eine sogenannte Gußasphaltdeckschicht. „Die aktuellen Asphaltierungsarbeiten auf der Autobahn sollte man deshalb dazu nutzen, um die aktiven Lärmschutzmaßnahmen zu optimieren“, schreiben Benning und Brands an den Regionalniederlassungsleiter Dirk Griepenburg.
Bei der Fertigstellung des sechsstreifigen Ausbaus der A 1 sollte lärmmindernder Asphalt aufgebracht werden. Das fordert die CDU Roxel in einem Schreiben an den Landesbetrieb Straßen NRW.Das Aufbringen von Splitmastixasphalt hätte eine lärmmindernde Wirkung von 2 db(A), hingegen würde eine Gußasphaltdeckschicht keine lärmmindernde Wirkung haben.
„Wir möchten Sie daher bitten, dringend zu prüfen, ob im Zuge der Asphaltierungsarbeiten Splitmastixasphalt -- besser noch eine hochwirksame, lärmarme Fahrbahndecke, die offenporige Asphaltdecke, der sogenannte OPA 2 - Asphalt -- zwischen den Autobahnkreuzen Münster-Nord und Münster-Süd aufgebracht werden kann. OPA 2 brächte eine Lärmminderung von 5 db (A) – ein Drittel von dem, was Lärmschutzwände an Minderung bringen“, fordern Benning und Brands.
In diesem Zusammenhang verwiesen Benning und Brands darauf, dass es weiterhin immense Beschwerden über Lärmbelästigung von der BAB 1 in Roxel gäbe. Sie hätten in früherer Korrespondenz schon darauf hingewiesen, dass auch die großzügige Abholzung im Bereich der Raststätte Münsterland-West zu einer erhöhten Lärmbelastung beitragen würde. Ebenso sei dies der Fall bei den reflektierenden und transparenten Elementen der Lärmschutzwand und des Überwurfs. Die Problematik sei dem Landesbetrieb bekannt, dass der nun in Roxel wahrgenommene Lärm vor allem aus süd-östlicher Richtung käme.
Der Landesbetrieb, so die CDU, hätte mit der Maßnahme, Splitmastixasphalt bzw. OPA 2 – Asphalt zwischen den Autobahnkreuzen Münster-Nord und Süd aufzubringen eine einmalige Chance, zu einer enormen Beruhigung der Roxeler Bevölkerung beizutragen. Vor allem deshalb, weil nach dem sechsspurigen Ausbau keine Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkws vorgesehen sei. Das Aufbringen von „Flüsterasphalt“ fände auch bei den Bürgerinnen und Bürgern der anderen Ortsteile entlang der Autobahn Anklang, da sie ebenfalls von den Lärmemissionen betroffen seien.