Die Bürgerversammlung der CDU zum Thema „Verkehr in Roxel“ war ein voller Erfolg. Über 80 Roxeler informierten sich bei den Politikern (Ruprecht Polenz MdB, Sybille Benning und Christoph Brands) aus erster Hand und gaben wertvolle Hinweise für die weitere Arbeit vor Ort. Die CDU nahm die Fragen und Anregungen dankbar auf und sicherte sich zu, jeden einzelnen Punkt von Verwaltungen / Institutionen mit Nachdruck prüfen zu lassen.
Hier die Auflistung der Fragen und Anregungen:
1.) Schulwegsicherung
- Tempo 30 auf dem Rohrbusch prüfen
- Tempo 30 auf dem Nottulner Landweg noch einmal prüfen
- Könnte eine Sackgasse eingerichtet werden?
- Wann war die letzte, wann kommt die nächste Verkehrszählung? (die Letzte ist fünf Jahre alt, die nächste kommt 2012)
- Warum ist der geplante Fahrbahnteiler auf dem Nottulner Landweg mit veranschlagten 58.000 Euro so teuer?
- Kann als Querungshilfe auch ein Zebrastreifen „gebaut“ werden?
- Alternativ könnten mobile / stationäre Dialog-Displays installiert werden (zwei Displays kosten etwa 14.000 Euro – deutlich günstiger!).
- Die Fahrbahnverengung im Kreuzungsbereich Nottulner Landweg / Dorffeldstraße ist ein Ärgernis und sollte entfernt werden.
2.) Radweg Roxel Albachten
Steht auf der Prioritätenliste des Regionalrates auf Platz 2, d.h. der Radweg wird sehr wahrscheinlich 2012 gebaut.
3.) Bahnhaltepunkt Roxel
Wird einhellig befürwortet. Die CDU wird mit entsprechenden Anfragen und Anträgen Einfluss nehmen auf die Architektur des Gebäudes, dass Fahrradabstellplätze, Park & Ride-Parkplätze vorgesehen werden usw.
4.) Dauerbaustelle Roxeler Straße
- Kann die Stadt Münster Firmen in Regress nehmen? Wenn dies bislang nicht möglich ist, sollte das in jedem Fall bei künftigen Verträgen vorgesehen werden.
- Der Auslauf des Radwegs an der Roxeler Straße / Schelmenstiege ist gefährlich – hier ist eine Optimierung zu prüfen.
5.) Nordumgehung
- Die Bebauung der Neubaugebiete Roxel-Nord I und Roxel-Nord II wurde nur zugelassen, wenn die Nordumgehung gebaut wird.
- Die Stadt Münster hat auf Betreiben der CDU die Haushaltsmittel für den Ankauf von Flächen beibehalten; SPD und Grüne wollten die Haushaltsansätze streichen.
- In der Koalitionsvereinbarung der rot-grünen Minderheitsregierung sind keine Mittel mehr für den Neubau von Landestraßen vorgesehen. Damit ist die Nordumgehung faktisch „gestorben“.
6.) LKW-Parkplätze an den Autobahnraststätten
Ruprecht Polenz MdB benannte folgende Ziele:
- Eine alternative Planung ist zu fordern; diese hat der Landesbetrieb bislang nicht vorgelegt.
- Die Erweiterungsmöglichkeiten an den rund 20 Rastplätzen und zusätzlich an den privaten Autohöfen auf der BAB 1 zwischen dem Kamener Kreuz und dem Kreuz Lotte / Osnabrück sind zu prüfen
- Der Landesbetrieb Straßen NRW ist zu verpflichten, vor Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens die Planungen in Roxel auf einer Bürgerversammlung vorzustellen.
- Als letztes Mittel zur Verhinderung der LKW-Parkplätze muss die Stadt Münster den Klageweg beschreiten.
Es wurde angeregt, die Stadt Münster möge für den „Fall X“ Alternativflächen auf dem Stadtgebiet anbieten.
Ferner muss vom Landesbetrieb Straßen NRW dargelegt werden, welche Parkplätze beim Ausbau der BAB 1 wegfallen und wie diese kompensiert werden sollen.