CDU-Ortsunion Roxel
#WIRINMÜNSTER

Mehr Polizeipräsenz ist notwendig

Ortsunion Roxel fordert Nulltoleranz statt Bagatellisierung

In einem Schreiben an Polizeipräsident Wimber untermauern der ordnungspolitische Sprecher der CDU Ratsfraktion und der CDU-Vorsitzende Roxels ihre Kritik an zu wenig Polizeipräsenz in Roxel und stadtweit in Münster. Es wurden konkrete Hinweise der Roxeler Bürger zum Anlass genommen, die Angelegenheit zu thematisieren und den Polizeipräsidenten um Aufklärung zu bitten, heißt es in einem Schreiben der beiden Christdemokraten. Zudem sei ein konkretes Konzept zur Reduzierung von Straftaten und mehr Polizeipräsenz in Roxel erbeten worden. „Leider haben wir Ihrer Antwort nichts entnehmen können, dass dazu führt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger wieder sicherer fühlen können“, betonen Weber und Brands im Schreiben an Wimber.
Über 30 Hinweise hat die CDU Roxel mittlerweile zu Vandalismus und weiteren Kriminaldelikten erhaltenÜber 30 Hinweise hat die CDU Roxel mittlerweile zu Vandalismus und weiteren Kriminaldelikten erhalten
Es gehe dabei nicht um die Frage, ob in Roxel „die Welt noch in Ordnung“ ist. Die CDU stehe auf dem Standpunkt, dass die richtigen Antworten gegenüber den jüngsten Entwicklungen Nulltoleranz und Prävention hießen. Ein Ausweichen nach dem Motto „anderswo ist es schlimmer“ sei deshalb für die Situation in Roxel wenig konstruktiv. „Wir möchten, dass Roxel weiterhin ein lebenswerter Stadtteil bleibt“, so der CDU-Vorsitzende Christoph Brands.

Der Maßstab für die aktuelle Diskussion müsse deshalb lauten „wehret den Anfängen“. Es sei zu spät, erst dann Wehklagen zu äußern, wenn Verhältnisse wie in anderen Stadtbereichen vorlägen. Auch bei kleineren Überschreitungen müsse deutlich restriktiv reagiert werden. Seien erst einmal Barrieren überschritten, werde es schwieriger, wieder ein vernünftiges Niveau zu erreichen, heißt es im Schreiben der CDU.

Die CDU fordert deshalb eine höhere Polizeipräsenz in Roxel und auf Münsters Straßen insgesamt. „Wenn der Polizeipräsident für Roxel ein Anstieg um 400 Prozent an Pkw-Sachbeschädigungen einräumt, und dies ergänzt wird mit den jüngst von ihm präsentierten Statistiken zu Fahrraddiebstählen und Verkehrsunfällen ist von einem besorgniserregenden Trend zu sprechen“, so Weber. Im Jahr 2006 wurden in Münster 5.236 Fahrraddiebstahlsdelikte angezeigt, die Aufklärungsquote liegt unter zehn Prozent. Darüberhinaus liege Münster landesweit mit den höchsten Unfallzahlen je 1.000 Einwohner auf dem traurigen letzten Platz. „Da diese Entwicklung vermutlich nicht mit bürokratischen Mitteln bekämpfbar ist, scheint es plausibel, zielgerichtet mit mehr Polizeibeamte auf den Straßen – zentral und dezentral – präsent zu sein“, unterstreicht Weber.

„Der wachsende Stadtteil Roxel benötigt mehr Präsenz der Polizei und nicht weniger“, fordert Brands und bemängelt gemeinsam mit Weber, dass in Münster von den Ergebnissen der Polizeistrukturreform der Landesregierung bislang wenig zu spüren sei. Nachdem die Autobahnpolizei in das Polizeipräsidium integriert worden sei, sollten Synergien genutzt werden, um mehr Beamte auf die Straße zu bringen. Statt darüber nachzudenken, die nächtlichen Polizeistreifen in Münster weiter zu reduzieren, müsse vielmehr eine Verstärkung auf der Tagesordnung stehen. Um dies zu erreichen, wolle man über den Landtagsabgeordneten Sternberg Innenminister Wollf informieren.

Dass in Roxel nicht alles in Ordnung ist zeigten schon alleine über 30 weitere Hinweise, die zu diesem Thema von den Bürgerinnen und Bürgern bei der CDU eingegangen sind. „Sicherheit wird in Roxel sehr ernst genommen und für Viele ist dies ein wichtiges Anliegen“, so Brands.