Nach Ansicht der CDU Roxel stehen jüngste Ereignisse im Stadtteil Roxel der bundesweiten Kriminalitätsstatistik entgegen. „Eigenes Empfinden und verstärkte Hinweise von Roxeler Bürgern führen dazu, dass wir auf die Meldung, Münster gehöre angeblich zu den sichersten Großstädten, mit Unverständnis reagieren müssen“, so CDU-Ortsvorsitzender Christoph Brands.
Leider würden sich seit geraumer Zeit wiederholt Straftaten in Roxel ereignen, die von Sachbeschädigungen bis hin zur Brandstiftung reichten. „Es zieht sich eine Spur der Zerstörung und des Vandalismus quer durchs Dorf“, so Brands „und oft sind es die gleichen Muster von purer Zerstörungswut, die auf ein und dieselbe Tätergruppe schließen lassen“.
So sei es z.B. im Kösters Kämpken zu Beschmierungen von Hausfassaden, Autos, Wartehallen und Briefkästen gekommen; des weiteren wurden Blumenkübel entwendet oder zerstört, Papiertonnen in Brand gesteckt und Bepflanzungen zertreten sowie Gartenzäune demoliert, Autos zerkratzt. Auffällig sei, dass es sich in vielen Fällen um „Kennzeichnungen“ von Jugendbanden handeln würde, die damit „ihr Revier“ absteckten. All dies führe dazu, dass sich die Bewohner zunehmend unsicher und belästigt fühlten und dazu übergingen, ihre Häuser abzuschotten, zu sichern und nachts nicht mehr auf die Straße zu gehen.
Unzufrieden ist die Roxeler CDU auch deshalb über diese Entwicklung, weil Münsters Polizeipräsident Wimber kürzlich angekündigt habe, die Streifendienste in Münster auf ein Minimum zurückzuführen. Mittlerweile benötigten die verständigten Beamten oft über eine halbe Stunde, bis sie am Einsatzort in Roxel eintreffen würden. „Dies führt zu noch mehr Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger, und deshalb fordern wir den Polizeipräsidenten auf, diese Entscheidung zurückzunehmen. Es kann ja wohl nicht sein, dass nachts in der flächengrößten Stadt in NRW nach Köln nur noch zwei Streifenwagen unterwegs sind.“ Im Übrigen sieht die Ortsunion darin einen krassen Widerspruch zum Konzept des NRW-Innenministers „Mehr Fahnden statt Verwalten“.
Schon jetzt ruft die CDU die Bürgerinnen und Bürger in Roxel zu mehr Wachsamkeit und Nachbarschaftshilfe auf und bittet darum, bei entsprechenden Vorfällen sofort die Polizei zu verständigen, damit die Straftaten auch aktenkundig würden.