Schülerspezialverkehr soll erhalten bleiben
CDU-Mitgliederversammlung beschließt Kosteneinsparungen beim Schülerspezialverkehr
Sehr zufrieden zeigen sich die Vorsitzenden der Ortsunionen in Münster Westen über den Beschluss der Mitgliederversammlung der CDU Münster vom 13. Juli 2010. Mit insgesamt 12 Ortsunionen und Unterstützung des Agrarausschusses der CDU Münster konnten sie sich mit ihrem Antrag durchsetzen, den Schülerspezialverkehr nicht abzuschaffen. Dieses ist Vorschlag der Stadtverwaltung zum Haushaltskonsolidierungsprogramm. Die Ortsunionen hatten einen Prüfauftrag an die Verwaltung beantragt, einen Schülerspezialverkehr einzurichten, der die Kinder morgens einmal zur Schule bringt und sie nach der 4. bzw. 6. Schulstunde nach Hause fährt (bisher finden deutlich mehr als drei Fahrten pro Tag statt). Ferner sollen mit den Schulleitungen geregelte Schulzeiten („verlässliche Schule“) vereinbart werden, damit der Schulbusverkehr auf das notwendige Maß zurückgeführt werden kann. Bei Unterrichtsausfall soll die Schule eine Vertretung zu gewährleisten und für eine Betreuung der Kinder sorgen.
Der Schülerspezialverkehr soll auch in Roxel erhalten bleiben - hier ein Foto aus dem Jahre 2004 - schon damals hat sich die CDU für die Beförderung der Grundschüler aus den Bauerschaften stark gemachtDarüber hinaus regten die Ortsunionen an, zur Optimierung des Hol- und Bringverkehrs für alle „betroffenen“ Stadtteile bzw. Bauerschaften Sammelpunkte einzurichten, an denen die Kinder aufgenommen bzw. abgesetzt werden. Ziel müsse es sein, dass die Busse die kürzesten Strecken führen. Zudem sei in Gesprächen mit Eltern der Bürgerinitiative aus Nienberge deutlich geworden, dass es eine hohe Bereitschaft gäbe, sich an den Fahrtkosten zu beteiligen. Da dies vom Gesetzgeber nicht ermöglicht würde, sollen nun die rechtlichen Voraussetzungen für eine Elternbeteiligung an Fahrten geklärt werden, die über das vereinbarte Maß (insgesamt bis zu drei Fahrten täglich) hinaus gehen. Letztendlich müsste dies vom Land NRW geändert werden.
Die Vorsitzenden Meik Bolte (Gievenbeck), Andreas van der Meulen (Mecklenbeck), Dieter von den Berg (Nienberge) und Christoph Brands ( Roxel) zeigten sich zuversichtlich, dass der Schülerspezialverkehr erfolgreich weitergeführt werden kann und Kinder aus entlegenen Bauerschaften sicher zur Schule gebracht werden können. Da die Schulwege besonders gefährlich seien, entlang stark befahrener Straßen führten und oftmals keine befestigten Randstreifen vorhanden seien und auch noch der Anschluss an den ÖPNV fehle, gäbe es zur Weiterführung des Schülerspezialverkehrs keine Alternative.